Handtaschen aufbewahren: damit sie schön in Form bleiben
Kennst du das? Du nimmst eine Tasche aus dem Schrank, die du eine Weile nicht benutzt hast und irgendwie sieht sie nicht mehr so aus wie beim letzten Mal. Ein bisschen schief, irgendwie aus der Form geraten, obwohl du sie doch einfach nur weggestellt hast. Was ist da passiert?
Meistens liegt es nicht an der Qualität der Tasche, sondern daran, wie sie aufbewahrt wurde. Und das lässt sich mit ein paar einfachen Handgriffen wirklich leicht ändern.
Warum Taschen ihre Form verlieren
Eine Handtasche hat kein inneres Gerüst, zumindest die meisten nicht. Das bedeutet, dass das Material nachgibt, sobald die Tasche leer ist und einfach irgendwo hingestellt oder abgelegt wird. Leder faltet sich, Kunstleder knickt an den falschen Stellen und Stoff sackt in sich zusammen. Was zunächst harmlos aussieht, wird mit der Zeit zum Dauerzustand und irgendwann lässt sich die ursprüngliche Form kaum noch zurückbringen.
Dazu kommt der Druck von außen, wenn Taschen übereinander gestapelt oder eng zusammengepfercht im Regal stehen. Auch das hinterlässt mit der Zeit deutliche Spuren, besonders bei weicherem Material wie Stoff oder Kunstleder.
Der einfachste Trick: ausstopfen
Bevor du eine Tasche wegräumst, stopf sie aus. Das klingt aufwendiger als es ist. Ein paar zusammengeknüllte Papiertüten, altes Seidenpapier oder auch ein kleines zusammengerolltes T-Shirt reichen völlig aus. Hauptsache, die Tasche behält ihre natürliche Form und fällt nicht in sich zusammen.
Wer es etwas ordentlicher mag, benutzt spezielle Taschenformer aus Kunststoff oder Schaumstoff, die es in verschiedenen Größen zu kaufen gibt. Sie halten die Form besonders zuverlässig und lassen sich immer wieder verwenden. Für eine Alltagstasche reicht aber die Papiertüten Methode vollkommen aus.
Ein kleiner Hinweis bei hellem Leder
Kein Zeitungspapier verwenden, denn die Druckerschwärze kann abfärben. Das ist einer dieser Fehler, den man leider erst im Nachhinein bemerkt.
Stehend aufbewahren, nicht liegend
Taschen fühlen sich aufrecht deutlich wohler als liegend. Wenn sie auf der Seite liegen, verlagert sich das Gewicht und die Form leidet, besonders bei weicherem Material. Stell sie also aufrecht hin, entweder im Regal oder in einem Fach, wo sie nicht kippen können.
Wer wenig Platz hat, greift am besten zu einem Schuhkarton in der passenden Größe. Die Tasche einfach hineinstellen, das sieht ordentlich aus, schützt vor Staub und hält die Form ganz ohne großen Aufwand. Wer mehrere Taschen hat, kann die Kartons sogar beschriften und stapeln, ohne dass die Taschen sich gegenseitig beeinflussen.
Leder, Kunstleder, Stoff: was du wissen solltest
Echtes Leder
Echtes Leder ist grundsätzlich robust, mag aber weder Feuchtigkeit noch Hitze. Deshalb sollte eine Ledertasche nicht direkt neben der Heizung stehen und auch nicht in Plastikfolie eingewickelt werden, weil das Leder Luft zum Atmen braucht. Ein Baumwollbeutel ist die beste Wahl für die Aufbewahrung. Wer möchte, pflegt Leder vor der saisonalen Einlagerung einmal kurz mit einem geeigneten Lederpflegemittel, das hält es geschmeidig und verhindert, dass es mit der Zeit spröde wird.
Kunstleder
Kunstleder ist empfindlicher als sein Ruf vermuten lässt. Bei anhaltender Hitze kann es kleben oder reißen und Druckstellen bleiben gerne dauerhaft sichtbar. Deshalb gilt hier besonders: nie übereinander stapeln und immer ausgestopft lagern.
Stoff und Canvas
Stoff und Canvastaschen sind die unkompliziertesten im ganzen Bund. Sie lassen sich gut zusammenfalten, ohne dauerhaften Schaden zu nehmen, wer sie aber wirklich in Form halten möchte, stopft auch hier lieber aus.
Saisonale Aufbewahrung: wenn eine Tasche länger pausiert
Manche Taschen kommen nur zu bestimmten Jahreszeiten zum Einsatz, ein heller Sommerbeutel etwa, der im Winter monatelang im Schrank wartet. Genau dann lohnt es sich, etwas mehr Sorgfalt walten zu lassen. Tasche ausstopfen, in einen Stoffbeutel stecken, aufrecht hinstellen und an einem trockenen, kühlen Ort lagern. Kein direktes Sonnenlicht, keine Nähe zur Heizung. Wer das einmal zur Gewohnheit macht, wird überrascht sein, wie frisch eine Tasche nach Monaten noch aussehen kann.
Ein bisschen Abstand tut gut
Taschen, die eng aneinandergedrückt im Regal stehen, drücken sich gegenseitig aus der Form. Das klingt vielleicht übertrieben, macht aber auf Dauer einen echten Unterschied, besonders bei weicherem Material. Wenn du die Möglichkeit hast, gönn ihnen ein bisschen Luft zwischen den Plätzen.
Staub ist ein unterschätzter Feind
Besonders Leder und Velours ziehen Staub an und wer Taschen längere Zeit nicht benutzt, sollte sie deshalb in einem Stoffbeutel aufbewahren. Die kleinen Säckchen, die beim Kauf oft dabei sind, sind tatsächlich genau dafür gedacht. Sie sind also kein Verpackungsmüll, sondern echte Helfer.
Wer keinen Beutel mehr hat, greift einfach zu einem alten Kissenbezug oder einem sauberen Tuch. Das funktioniert genauso gut.
Was tun, wenn die Form schon verloren gegangen ist?
Manchmal merkt man erst spät, dass eine Tasche schon aus der Form geraten ist. Dann ist noch nicht alles verloren. Bei Leder hilft es, die Tasche auszustopfen und sie an einem leicht feuchten, warmen Ort ein paar Stunden ruhen zu lassen, das Material gibt dann etwas nach und lässt sich vorsichtig in die richtige Form bringen. Bei Stoff kann man die Tasche auch vorsichtig mit den Händen zurückformen und dann ausgestopft trocknen lassen. Bei Kunstleder ist die Chance auf Reparatur leider geringer, deshalb lohnt sich hier die Vorbeugung besonders.
Fazit
Taschen bleiben länger schön, wenn sie ausgestopft, aufrecht und mit ein bisschen Abstand aufbewahrt werden. Das kostet kaum Zeit, macht aber einen großen Unterschied, besonders bei Stücken, die man wirklich mag und immer wieder gerne hervorholt. Und irgendwie gilt das für viele Dinge im Haushalt: Ein bisschen Sorgfalt beim Wegräumen spart später viel Frust.
Auch verschiedene Kleidungsstücke brauchen die passende Art der Aufbewahrung damit sie lange schön sind. Kleidung aufbewahren beim Saisonwechsel l Schuhe richtig aufbewahren
