Kleidung aufbewahren beim Saisonwechsel: so bleibt alles frisch und ordentlich

Zweimal im Jahr ist es so weit. Die Temperaturen drehen sich, und mit ihnen der gesamte Kleiderschrank. Winterjacken, dicke Pullover und Stiefel wandern nach hinten oder ganz raus, während Sommerkleider, leichte Hosen und T-Shirts wieder nach vorne rücken. Oder eben umgekehrt, je nachdem welche Jahreszeit gerade die Tür aufmacht. Das klingt nach einer schnellen Sache, ist es aber oft nicht. Wer dabei keine Ruhe und Ordnung reinbringt, sucht im nächsten Oktober den Lieblingspullover und findet ihn irgendwo zusammengeknüllt, leicht muffig und mit einem Fleck, den man gar nicht mehr einordnen kann.

Mit ein bisschen Vorbereitung und dem richtigen Vorgehen läuft der Saisonwechsel aber wirklich entspannt ab, und die Kleidung kommt im nächsten Jahr genauso frisch heraus wie sie verschwunden ist.

Erst waschen, dann wegräumen

Der wichtigste Schritt kommt ganz am Anfang und wird trotzdem oft übersprungen: Kleidung sollte immer gewaschen oder zumindest gut gelüftet sein bevor sie für Monate eingelagert wird. Was noch „eigentlich sauber“ wirkt, trägt trotzdem Schweiß, Hautschuppen und manchmal unsichtbare Flecken in sich. Diese Rückstände setzen sich über Monate fest, können Stoffe angreifen und sind für Motten ein echter Anziehungspunkt.

Genauso wichtig: die Kleidung muss vollständig trocken sein bevor sie in eine Box oder einen Beutel wandert. Selbst leichte Restfeuchtigkeit kann Schimmel verursachen, und der macht vor keinem Stoff halt. Also lieber einmal mehr lüften als zu früh einpacken.

Wer mehr über den Umgang mit Wolle und empfindlichen Materialien wissen möchte, findet hier hilfreiche Tipps: Wollpullover richtig lagern beim Saisonwechsel der demnächst passend zum Frühling erscheint.

Sortieren bevor es losgeht

Bevor die erste Box gepackt wird, lohnt sich ein kurzer Blick auf das was da eigentlich eingelagert werden soll. Ein Saisonwechsel ist der perfekte Moment um auszusortieren. Was wurde die gesamte Saison nicht angezogen? Was passt nicht mehr, gefällt nicht mehr oder ist einfach zu abgenutzt? Was weg kann, muss nicht eingelagert werden und spart Platz und Nerven.

Den Rest dann am besten nach Material oder Anlass sortieren. Dicke Winterpullover zusammen, leichte Übergangsstücke separat, Festliches noch einmal extra. So weiß man beim nächsten Öffnen der Box sofort was drin ist, ohne alles durchwühlen zu müssen. Wer die Boxen noch beschriftet, hat beim nächsten Saisonwechsel wirklich keine Überraschungen mehr.

Der richtige Aufbewahrungsort

Nicht jede Ecke im Haus ist gleich gut geeignet. Licht, Feuchtigkeit und Wärme sind die größten Feinde von eingelagerter Kleidung. Direkte Sonneneinstrahlung lässt Farben ausbleichen, feuchte Kellerräume begünstigen Schimmel und ein schwül warmer Dachboden ist für die meisten Stoffe auch keine gute Lösung.

Am besten geeignet sind trockene, kühle und dunkle Orte: ein gut belüfteter Schrank im Schlafzimmer, ein sauberes Regal im Abstellraum oder stabile Boxen mit Deckel unter dem Bett. Hauptsache trocken und dunkel.

Welche Aufbewahrungslösung passt wozu?

Kleidersäcke aus Stoff sind ideal für empfindliche Stücke wie Kleider, Anzüge oder Jacken, die hängen müssen. Sie sind atmungsaktiv und schützen vor Staub ohne das Material einzuengen. Stabile Aufbewahrungsboxen mit Deckel eignen sich gut für gefaltete Stücke wie Pullover, T-Shirts oder Hosen. Wer wenig Platz hat, greift zu Unterbettboxen oder Vakuumbeuteln, die das Volumen deutlich reduzieren und vor allem bei sperrigen Stücken wie dicken Winterjacken oder Bettdecken Wunder wirken.

Für alles rund um Bettwäsche und Handtücher gilt übrigens Ähnliches: Bettwäsche richtig aufbewahren und Handtücher richtig aufbewahren

Motten und Gerüche: so bleibt die Kleidung frisch

Wer seine Kleidung einige Monate nicht sieht, möchte sie beim nächsten Öffnen frisch und unversehrt vorfinden. Zwei Dinge können das verhindern: Motten und muffige Luft.

Gegen Motten helfen natürliche Mittel am besten. Lavendelsäckchen halten die kleinen Schädlinge fern und riechen dabei noch angenehm. Zedernholzkugeln oder Zedernholzleisten wirken ähnlich und lassen sich mit ein paar Tropfen Zedernöl immer wieder auffrischen wenn ihre Wirkung nachlässt. Chemische Mottenmittel sind zwar wirksam, hinterlassen aber oft einen aufdringlichen Geruch der sich in die Kleidung zieht.

Gegen muffige Gerüche hilft regelmäßiges Lüften der Aufbewahrungsorte und darauf zu achten, dass die Kleidung wirklich sauber und trocken eingelagert wird. Wer trotzdem beim Öffnen einen leichten Geruch bemerkt, hängt die Stücke einfach kurz ans offene Fenster. Das reicht in den meisten Fällen völlig aus.

Schuhe und Taschen nicht vergessen

Zum Saisonwechsel gehören nicht nur Kleidungsstücke, sondern auch Schuhe, Taschen und Accessoires. Schuhe sollten sauber und trocken eingelagert werden, am besten ausgestopft damit sie ihre Form behalten. Wie das genau funktioniert und worauf man bei verschiedenen Materialien achten sollte, haben wir ausführlich beschrieben: Lederschuhe pflegen nach dem Winter und Schuhe richtig aufbewahren

Taschen, egal ob Leder, Kunstleder oder Stoff, bekommen ebenfalls ein bisschen Füllung damit sie nicht in sich zusammensacken, und wandern dann in einen Stoffbeutel oder eine Box. Mehr dazu hier: Handtaschen aufbewahren damit sie nicht die Form verlieren

Tipps wenn der Platz knapp ist

Nicht jeder hat einen großen Abstellraum oder einen zweiten Kleiderschrank. Aber auch auf wenig Raum lässt sich Kleidung gut unterbringen. Vakuumbeutel reduzieren das Volumen von dicken Jacken und Pullovern erheblich und passen dann sogar unter das Bett. Unterbettboxen sind eine unterschätzte Reserve, die in vielen Haushalten einfach leer bleibt. Mehrfachbügel sparen Platz im Kleiderschrank für Stücke die hängen müssen. Und wer Körbe und kleine Boxen geschickt einsetzt, bekommt auch Accessoires, Schals und Mützen ordentlich unter.

Fazit

Ein Saisonwechsel im Kleiderschrank muss kein halber Tag Arbeit sein. Wer sauber einlagert, sinnvoll sortiert und den richtigen Ort wählt, hat beim nächsten Wechsel alles griffbereit und in bestem Zustand. Und das kleine Ritual zweimal im Jahr hat sogar etwas Gutes: man weiß wieder genau was man hat, und freut sich im Herbst über den Pullover, den man fast vergessen hatte.



Von Petra

„Ich liebe es, Dinge sinnvoll und schön aufzubewahren – von Kräutern und Lebensmitteln bis hin zu Alltagsgegenständen. Auf Einfach aufbewahren teile ich Tipps, Ideen und Inspirationen, wie Ordnung und Haltbarkeit nicht nur praktisch, sondern auch kreativ Freude machen. Es geht um das kleine Glück, wenn Dinge länger halten, übersichtlicher werden und der Alltag dadurch leichter wirkt.“

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